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Besuch bei den Auroras - ein WAEDC bei den Nordlichtern 23.08.2007
DJ9MH (dj9mh) Nun habt Ihr alle die Jammermails gelesen, welche die nicht vorhandenen Sonnenflecken und die QTC-Unfreudigkeit mancher DX-Stationen gebührend gewürdigt haben. Ja habt Ihr ernsthaft etwas Anderes erwartet? Sollten etwa die Bänder gerade das machen, was sie uns schon seit geraumer Zeit verwehren; aufgehen nämlich? Für einen Sonnenfleckenminimumaugust war’s doch geradezu üppig. Oder habt Ihr keine 10 und 15m – QSOs im Log? Und seid Ihr etwa nicht wohlvorbereitet mit den zu erwartenden „later“ „no“ oder neuerdings „never“ ins QTC-Bettelgeschäft eingestiegen? Dann zupft Euch doch einfach an der Nase und macht es im SSB-Teil besser. Wie? Na, mit stählernen Nerven ins Getümmel.

Klein-Hajo hatte jedenfalls sein Vergnügen am WAEDC und das war so was wie ein Geschenk des Himmels. Dazu waren mitverantwortlich eine Heirat vor nunmehr 46 Jahren und die Mitnahme der XYL nach Oberteuerbach 2007. Wer sich ahnungslos dort an einen leeren Tisch begibt, muss in Kauf nehmen, dass sich irgendwer dazu setzt. Hat man dann ausreichend über Wetter und Krankheiten debattiert, wird sich das Thema unweigerlich den hiesigen wie dortigen Amateurfunkaktivitäten zuwenden. Und wenn dann schon die DL2MY zum Zwecke des Kennenlernens süddänischer Kulturstätten freudig ihr Erscheinen daselbst zusagt, muss DJ9MH doch eingreifen und einen vernünftigen Termin suchen. Und finden, ätsch!

 

Als durchschnittlich südgermanisches BCC-Mitglied wähnt man Linden als den Nabel der Welt. Man lebt damit, dass nördlich von Ingolstadt nur noch Franken von Bedeutung ist, aber was jenseits von Hamburg herumsteht liegt im Dunkel der Geografie? Eine Landkarte ist da hilfreich, wenn man für den Amateurfunk nicht ganz unbedeutende Flecken wie Gelting, Kronsgaard oder Scheggerott dingfest machen will. Da gibt es doch diese Dreimeilenzone die Hamburg von Skandinavien trennt und wo doch eigentlich mehrheitlich salziges Wasser Ost und Nord herumdümpelt? Weit gefehlt! Die A7 ist ja auch dort noch stundenlang und kurz vor dem Ort in dem immer wieder mal meine  Radarfallenpunkte verwaltet werden, muss man rechts abbiegen. Nach einem gehörigen Aufenthalt an der Beschaulichkeitsoasenbrücke von Kappeln haben wir doch dann glatt dieses Badedorf am Baltischen Meer gefunden. Der Befürchtung dass man den dortigen Hopfenblütentee möglicherweise nicht gefahrlos verschmerzen kann, wurde durch Transport von einheimischem Traubensaft begegnet.

 

Wenn Engel reisen, hat gefälligst die Sonne ihren positiven Beitrag zu erbringen. War bei der morgendlichen Abfahrt im 700 km entfernten Franken noch Regen und in Hessen dann Wolkenbruch und Nebel angesagt, so schien besagtes Himmelsgestirn vom Azurblauen.

 

Morgen wollten wir Antenne bauen, aber heute war erst mal Fisch dran. Und auch ein nordgermanischer Klön-Schnack beansprucht Terrassenzeit bis gen Mitternacht.

 

Freitag gab’s erst mal Kultur. Schließlich waren wir ja nicht zum Vergnügen hier. Außer unserem Gastgeber DL3LAB war dann auch DK2OY eingetrudelt und längst unumstößliche Pläne wurden bei einem Arbeitsessen durchgesprochen.

 

Nun mögen ja wirklich die Funkbedingungen im Norden übler sein als hierzulande, aber wer sitzt schon gleichzeitig an beiden Punkten? Beeinflussen kannst Du das eh nicht. Also kümmerst Du Dich um das was Du in die Hand nehmen kannst. Dem Hungertod ist vorzubeugen. Folgerichtig wurde, da sind sich Nord und Süd schon mal einig, erst der Kühlschrankbesatz bei Aldi (für Arme) geklärt. Das was dieser Discounter nicht im Angebot hat, musste dann bei SKY beschafft werden. Das machen wir im Halbsüden auch so.

 

Mit gut gefüllten Kofferräumen........................stopp, da waren auch ein paar Funkartikel drin.....................ging’s dann gen QTH. Schon eindrucksvoll, was da so alles an Eisen herumsteht. Aber als Jemand, der fleißig an seinem WFAGC-Diplom arbeitet (worked from all german clubstations) war’s so richtig unerwartet auch wieder nicht.

 

Klar, dass am Freitag  Nachmittag noch irgendwelche Antennen zu bauen waren. Schwupps wurde einem Karton ein Plastikmästchen entnommen mit einem Draht verziert und eine 80m-Groundplane mit einem elevated radial wurde geboren und fernab auf eine Wiese platziert. Ich habe keine Ahnung wie viele DBs pro Meter da auf der Strecke bleiben, aber die Eingeborenen machen das wohl immer so. Das gute Stück wurde zur Wunderantenne erklärt und tat auch so richtig gut seinen Dienst. Der Vergleich mit dem altgedienten Dipol ging im Laufe der folgenden Veranstaltung nicht gerade zu Gunsten dieses Prachtstückes aus.

Übrigens füllte sich während der Bauphase die Operatorliste. DF9LJ und DL5KUT hatten sich eingefunden und auch der Hausherr DK4LI ist sich für gröbere Arbeiten nicht zu gut.

 

Die nächste Nummer hat für mich ihren besonderen Reiz. Noch überall wo nämlich Computerprofis eine Clubstation betreiben, war der Aufbau des Netzwerkes ein Lotteriespiel. Hier gab’s wohl nur Amateure! Win-Test wollte sofort richtig und lief auch fürderhin stabil. Hatte Murphy uns übersehen? Abendessen und das was DL6MHW vielleicht mit dem moderaten coaching gemeint haben könnte, nämlich eine Besprechung über das wie und wer, kenne ich aus meinen QRL-Tagen. Der Ober sticht den Unter! Und das ist gut so! (Bitte lest an dieser Stelle nur das was ich geschrieben habe!)

 

Als Teilnehmer bei der Startschicht musste noch eine Mütze Schlaf her. Aber mit dem war’s eine Stunde vor Contestbeginn vorbei und weil ja alle Stationen liefen, konnte ich schon mal gucken wo was offen war. Irgendwann sind auch DL1QQ und DL5SE eingetroffen und so waren wir komplett. Der Plan sah 5-Stunden-Schichten mit je drei OPs vor.

 

Gefunkt wurde übrigens mit 4 Mal Brennholz und einem schicken Orion. Alle Stationen waren auf ein Band festgelegt und die PA’s machen Krach und Hitze im Nebenraum. Für jedes Band gibt es zwei Antennen und die ließen sich auch Vollzeit so drehen wie sie sollten. DL5SE wollte unbedingt mit RUN anfangen und so besetzten DF9RJ und DJ9MH die Multistationen. Weil 20m nach USA noch auf war, wurde dort mit RUN begonnen. Aber ätsch, die # 001 wurde auf 80m vergeben. Einen RA9 hatte ich dort zwei Minuten vor dem Contest aufgelesen und mit DJ9MH beglückt. Eigentlich wollte ich ihm erzählen, dass er sich schon mal das Contestcall merken solle, aber nee auch in der russischen Taiga hört man einfach nicht auf mich. Seinem neuerlichen cq musste ich mit meinen sonstigen Rufzeichen so lange begegnen bis die Uhr umsprang. Bingo!

 

Die Bandmap in WINTEST erwies sich als eine hilfreiche Angelegenheit. Fleißig sammelte ich dort die Calls von etlichen UA9, die ja keine multies mehr waren. Irgendwann durfte ich dann mal 10 Minuten RUN spielen und jeder Schuss war ein Treffer. Die GP schien zu spielen oder waren es diese 750 Watt oder ist der Norden doch nicht so schlecht wie sein Ruf oder war ich einfach zum Super-OP mutiert? Nur der Himmel weiß die Antwort.

 

Wie so ein Contest weiter läuft, das wisst Ihr selbst und das muss ich hier nicht wiederholen. Nur den Auftritt von Murphy darf ich noch erwähnen. Es ist Tradition, dass DJ9MH irgendetwas kaputtfunkt. Ein halbtotes 15m-Band nach neuen Multies abzusuchen ist schon Strapaze genug. Nur noch Rauschen zu beobachten, ist noch blöder, wenn aber gleichzeitig auf 10m Multies ins Log kommen, dann stimmt, was nicht? Und richtig Leistung ging auch keine mehr raus. Um es abzukürzen: Das Wattmeter, das als Abstimmhilfe vor der PA platziert ist, hatte den Durchlass jeglicher HF verweigert. Ganz einfach findet man die Ursache, wenn man systematisch vorgeht. Ich konnte nur bewundernd zusehen wie DF9LJ und DK4LI den Fehler einkreisten. Man ist nie zu alt um noch zu lernen!

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