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OD5/DJ5CL - Contest zwischen Orkan, Regen, Hagel und Sonnenschein... 11.01.2005
OD5-Zeder (dl4yao) Wo sollte es dieses Jahr hingehen, nachdem wir (DJ5CL, DL2DVE, DL4RDJ, DL4YAO) letztes Jahr in 9H3 QRV waren? Eines abends im Clubraum, nach ein paar Bierchen und langem Starren auf die Weltkarte, kam die rettende Idee: Libanon sollte es sein. Wir wussten zwar noch nicht genau wie, aber dies ließe sich sicher klären.
Vertiefende Gespräche mit meinem Kollegen Nabil in diversen Mittagspausen beseitigten letzte Zweifel. Zumindest läßt sich der Libanon auf konventionelle Art erreichen, man ist nicht auf U-Boote, Fallschirme o.ä. angewiesen. Auf der HAM RADIO suchten wir den Stand des Deutsch-Arabischen Freundschaftkreises (DAFK) auf und machten dort die Bekanntschaft von Elia OD5VV/DL1SEB und Bärbel DB1MB. Wir wurden sehr freundlich empfangen, und uns wurde jede mögliche Unterstützung zugesagt.

Viele Wochen und Emails später, stand die endgültige Mannschaft fest. Gerd/DJ5IW, Jörg/DF7TH, Andy/DL2DVE, Jörg/DL4RDJ, Ingo/DJ5CL und Christoph/DL4YAO. Es sollte wieder eine Low-Power-Aktivität werden. Wir hatten jeder ca. 20-30 kg Gepäck.

Die Reise war sehr gut durch den DAFK vorbereitet. Wir konnten das QTH von OD5VV benutzen, dort war ein TH4 vorhanden, Dipole/GPs für die unteren Bänder konnten auf dem Dach aufgebaut werden. Der Rotor war defekt, außerdem war das Koax mehrfach um den Masten gewickelt. Also wurde das Koax ersetzt und der Beam durch ein Kunststoffseil fixiert. Dadurch konnte der Beam dann auch gedreht werden. Da das QTH im obersten Stockwerk lag, stellte dies kein Problem dar. Durchaus ein Problem war die unzuverlässige Stromversorgung. Das Wetter war z.T. sehr stürmig mit den entsprechenden Folgen für die Leitungen. Jedoch wurde rechtzeitig vor dem Contest ein "Agreement" mit einem im Hause wohnenden Ladenbesitzer getroffen, so dass wir im Contest nur einen sehr kurzen Ausfall hatten. Teilweise war das Wetter so schlecht, dass wir stundenlang in der Hotellobby gesessen und Kaffee getrunken haben. Sight-seeing ist leider wörtlich ins Wasser gefallen. Wir hätten nicht gedacht, dass es soweit im Süden noch hageln kann!

Vor dem Contest waren wir in CW, SSB und RTTY QRV, im Hotel war eine Strippe vom Balkon runter zum Strand aufgehängt, mit der Gerd auf 80 sogar einige USA-QSOs loggen konnte. Im Contest waren die Bedingungen von bestens bis "naja, es geht so...". Am Samstag hatten wir teilweise recht starkes QRN. Bei S9++ "Krchrrrrkkkzzz" muss man gelegentlich das Call wiederholen lassen, auch wenn's manche nicht fassen konnten! Nachdem das Wetter am Sonntag besser wurde, und wir auch eine "Macke" im Antennensystem beseitigt hatten, waren die Raten am Sonntag besser. Auf 10m und 15m ging es wie eine "galoppierende Wildsau", 20m war meist eher mäßig. Auf 40m war die Nachfrage sehr hoch, fast so hoch wie das QRM. Auf 80m machte sich doch bemerkbar, dass man mit 100W und Dipol in EU kein Monster-Signal hinstellen kann. Trotzdem gelangen am Sonntag früh doch eine Menge schöne QSOs auf 80m, man merkt gleich, wenn man gespottet wird, hi! Nordamerika war schwierig auf 80m, das beste DX in diese Richtung war NY4A. Selbst die Big Guns von dort, die mit Sicherheit gute RX-Antennen benutzen, mussten meist mehrfach angerufen werden. Wie schon in 9H3 fällt auf, dass es enorm viele aktive Contester in SP, OK, UA, und DL gibt. Wenn fast keiner mehr anrief, ein OK/SP meldete sich immer! Manche OMs kennen auch den Trick, wie man mit einem leisen Sig durchaus Punkte machen kann. 200 Hz neben der QRG mit langsamen Tempo anrufen, das fällt auf! Am besten mit Handtaste. Dieses Signal hört man eher als die Meute, die exakt auf Zerobeat mit 150 BpM sendet.

So sind es im Contest rund 5000 QSOs geworden. Eine dicke PA hätte sicher geholfen, besonders auf 80m wären es bestimmt ein paar hundert QSOs mehr geworden. Aber:
- Eine Netzspannung, die bis auf 190 Volt runtergeht.
- Nochmal 30 kg mehr Gewicht.
- Mögliche Beeinflussungen der Sender.
sprechen dagegen.

Auf dem Flughafen gab es weder bei der Ein- noch bei der Ausreise Probleme. Das Land selber ist sehr sicher, man kann durchaus abends um 22 Uhr allein rausgehen, ohne "angequatscht" zu werden. Ein paar Brocken französisch sind sehr nützlich, da nicht jedermann Englisch versteht. Die Libanesen sind sehr freundlich und hilfsbereit, ohne aufdringlich zu werden. Vom Essen verraten wir nichts, sonst gibt's nächstes Jahr 10 OD5-Expeditionen!

Besonders bedanken möchten wir uns bei Elia/OD5VV. Nicht nur, dass wir sein Shack komplett umgeräumt haben, ihn mit allen möglichen Fragen ("Wo kann man denn hier Kabelschuhe kaufen, kannst du für nachts ein Taxi besorgen?" usw..) gelöchert haben, er hat uns auch während des Contests mit Kaffee und Obst versorgt und uns die lokale Gastronomie inkl. Wasserpfeifen nähergebracht. Vielen Dank Elia!




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