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DXpedition ins Königreich Nepal - 9N7BCC 28.02.2009
Kathmandu (dj3we) Eigentlich sollte es ja schon letztes Jahr losgehen, aber dann wurden die Zeitungsberichte über die aufständischen Maoisten immer bedrohlicher, und das deutsche Außenministerium warnte vor Reisen nach Nepal.

Eine alte Lebensweisheit sagt, dass nichts so schlimm ist, dass man nicht noch etwas Gutes daran finden könnte. Das bestätigte sich auch in unserem Fall: Ben (DL6RAI), Roberto (IV3IYH) und Rudolf (DJ3WE) hatten jetzt viel mehr Zeit für die sorgfältige Vorbereitung der Unternehmung und wir konnten uns hochkarätig durch Falk (DK7YY) verstärken. Genauer gesagt: Er hatte von unseren Plänen gehört und fragte, ob er mitmachen könnte. Na klar, er konnte, der "alte" Dxpeditionär!

Es gibt bei einer derartigen Unternehmung einige markante Momente, in denen das Adrenalin kräftig ausgestoßen wird. Dazu gehören natürlich der erste cq-Ruf und - einige Tage vorher - das Bemühen, die gewaltigen Mengen Übergepäck zum Nulltarif im Flieger unterzubringen. Letzteres war besonders delikat, weil wir im Vorfeld auf allen möglichen Wegen versucht hatten, mindestens 30kg, möglichst aber 40kg Freigepäck pro Person mitnehmen zu dürfen, bei diesem Versuch aber glatt gescheitert waren.

Ben, Roberto und Rudolf starteten in München, Falk in Berlin. Amsterdam war der gemeinsame Treffpunkt zum Weiterflug nach Kathmandu. Wir drei Münchner gaben knapp 70kg Gepäck auf, was die freundliche Dame beim Check in zu einem "eigentlich etwas viel" animierte. Eine nun doch schon etwas längere Lebenserfahrung hatte mich gelehrt, dass man in solchen Situationen nicht diskutiert, sondern nur schwer seufzend "Ja, ja" von sich gibt. Eine derartige Bestätigung wirkt entspannend und funktionierte auch tatsächlich. Das war der erste Schritt.

Schwieriger war da schon, dass hinter einer Säule noch einmal rund 70kg "Handgepäck" auf uns und damit auf die KLM warteten. Nun galt es, meinen 15kg Rucksack mit der 10kg schweren Tasche, die u.a. zwei unserer vier Notebooks enthielt, beschwingten Fußes durch die Halle zum Gate zu tragen. Ben musste seine zwei silbern glänzenden Koffer, die die beiden TS850 sowie diverse Socken und Unterwäsche enthielten, lächelnd schleppen und durfte trotz der mehr als 25kg die Schultern nicht sichtbar hängen lassen.

Es klappte! 16 Stunden später erreichten wir Kathmandu. Noch vor der Pass- und Zollinspektion erwartete uns ein Freund von Gourish, 9N2AA, und führte uns an all den wartenden Passagieren vorbei zu einer Sonderabfertigung. Wie mit Satish, 9N1AA, verabredet, gaben wir unsere Transceiver beim Zoll ab, um sie nach Erhalt der Lizenz abzuholen. Die Einfuhr von Kommunikationstechnik nach Nepal ist wegen der sicherheitspolitischen Lage streng verboten. Ausnahmen kann nur das Ministerium für Information und Kommunikation genehmigen.

Satish hatte unsere Vorbereitungen mehr als ein Jahr lang mit großer Geduld per Email-Austausch begleitet. Er war extrem hilfreich, und ohne ihn hätte das wohl alles nicht so gut geklappt. Satish war in alle größeren DXpeditionen der letzten 10 Jahre involviert, so auch bei der  DJ6SI Expedition. Wir hatten ihn durch die Lektüre des G3SXW Buches kennen gelernt und ihm einfach eine Email geschickt. Innerhalb weniger Stunden kam seine Antwort. Er wurde ein verlässlicher, kenntnisreicher Freund, noch bevor wir ihn jemals persönlich trafen. Sehr zu unserem Schrecken teilte er uns wenige Tage vor unserer Abreise mit, dass er in einer dringenden Menschenrechtsangelegenheit - Satish ist Rechtsanwalt - nach Genf reisen müsse,  aber sein Bruder Gourish würde uns helfen. Das klappte auch hervorragend. Irgendwie klappt das ja immer in Asien, man darf nur nicht versuchen zu verstehen, wie und warum es klappt...

A propos Adrenalin: Die Fahrt vom Flughafen zum Hotel Himalaya quer durch die Stadt ist nichts für Leute mit schwachen Nerven. Das Wort "Chaos" beschreibt den Verkehr nur sehr unzureichend. Aber es funktioniert. Jeder fährt - ständig hupend - defensiv und das Unmögliche erwartend; und es passiert tatsächlich nichts. Wir haben in den drei Wochen in Nepal keinen einzigen Unfall gesehen. Für ein westlich orientiertes Gemüt eigentlich unverständlich!

Nepal hat seine Eigenheiten: Eine davon ist, dass man die Bänder, auf denen man arbeiten will, paarweise kaufen muss. Und das ist nicht gerade billig. Insgesamt mussten wir das Anderthalbfache des Jahresgehalts eines Fabrikarbeiters einzahlen und allein der Akt des Einzahlens dauerte wegen der vielen Papiere, die Gourish in unserem Namen ausfüllen musste, mehr als zwei Stunden. Aber, nach einigem bangen Warten klappte es dann: Der Staatssekretär im Informations- und Kommunikationsministerium unterschrieb und wir empfingen sehr schön ausschauende Lizenzurkunden, deren langen Text, da in nepalisch geschrieben, wir natürlich nicht lesen, geschweige denn verstehen konnten.

Gut gefallen hat uns das "Eindringen" in das Ministerium, das wegen der politischen Lage schwer bewacht ist: Überall Sandsackbarrikaden, Stacheldraht und freundlich dreinschauende Soldaten, deren Bewaffnung von museumsreifen Gewehren bis zu modernen Maschinenpistolen reicht. Unser Taxi wurde vor dem Ministerium barsch angehalten. Ausweiskontrolle! Roberto saß dem kommandierendem Wachsoldaten am nächsten und steckte seinen italienischen Pass gelangweilt durchs Taxifenster. Der Soldat schaute den Pass- ohne ihn zu öffnen - von außen sorgfältig an, gab ihn dann ohne ein Wort zu sagen zurück und bedeutete dem Taxifahrer mit einem hoheitlichen Wink, weiter zu fahren. Das war's!

Eine andere Besonderheit ist die nepalische Lokalzeit, die sich um Bruchteile einer Stunde vom Rest der Welt unterscheidet, nämlich um GMT +5 3/4 Stunden.

Zwei Tage nach unserer abendlichen Ankunft in Kathmandu ging es dann los: Rudolf fuhr die ersten 100 SSB-QSOs auf 20m. Offensichtlich funktionierte alles bestens: Schon nach wenigen Minuten mussten die Anrufer auf "5 to 10 up" geschickt werden, um überhaupt noch etwas aus dem QRM fischen zu können. Da floss das Adrenalin wieder, und der Gedanke zuckte durch das Hirn, dass es doch nützlich gewesen wäre, im früheren Leben mal einen Schreibmaschinenkurs mit 10 Fingern blind mitgemacht zu haben.

Dann übernahmen die Profis und wechselten eilends in den CW-Teil der Bänder. Es war schon eindrucksvoll, Ben zuzuschauen: Er "streichelte" das Paddle mit der rechten Hand und tippte gleichzeitig mit der linken Hand das Call oder die Korrekturen des Calls ins Keyboard. Schnitte von über 180 QSOs pro Stunde waren trotz des extremen QRMs keine Ausnahme  für die Cracks. Auch Falk brachte uns zum Staunen: Er konnte reden und gleichzeitig morsen. Seitdem grübele ich, ob das Ausfluss einer genialen Veranlagung oder erlernbar ist.

Vor Ort sah vieles anders aus, als wir uns das bei der Planung gedacht hatten. Wir waren davon ausgegangen, dass wir eine "kleine" Station an einen oder mehrere Dipole hängen und mehr oder weniger 24 Stunden round the clock Japaner arbeiten würden. Mit der "großen" Station wollten wir dann Europäer und Amerikaner vor allem auf den low bands arbeiten.

So weit die Idee. Tatsächlich kamen die Japaner aber nur wenige Stunden am Tag durch und das auch meist nur mit schwachen Signalen. Immerhin ist Japan 5.200 km von Kathmandu entfernt, Europa 6.700. So groß ist der Unterschied also nicht.

Dass es schwierig sein würde, Amerikaner zu arbeiten, war uns schon zuhause klar: Die Ostküste der USA liegt - von Kathmandu aus gesehen - genau auf der anderen Seite der Welt und man muss entweder über den Nordpol oder über den Südpol gehen. Dementsprechend zäh war es auch, QSOs mit Nordamerika zu fahren. Oft kamen die Signale vor allem morgens auf 20m gleichzeitig sowohl über den langen als auch den kurzen Weg und das machte das Aufnehmen ziemlich schwierig. Wir hatten eigentlich nur eine gute Öffnung in die USA und zwar am letzten Tag. Da ging es nachmittags auf 20m für einige Stunden, und wir verdoppelten in der kurzen Zeit nahezu die Anzahl unserer USA-QSOs.

Die Bänder präsentierten sich in Kathmandu deutlich anders als in Europa. Es gab viele Tage, an denen stundenlang - z.B. von 10 bis 13 Uhr Lokalzeit - kaum etwas auf irgendeinem Band zu hören war. Nicht, weil die Bänder tot waren, sondern weil im Umkreis von einigen tausend Kilometern einfach keine Stationen angesiedelt sind.

Dann gab es das seltsame Phänomen, dass man hohe QSO-Raten - wenn auch mit leisen Signalen - fahren konnte und plötzlich war das Band tot. Nix, keine einzige Station für 10 bis 30 Minuten. In solchen Situationen überprüften wir anfangs den Transceiver, die Antennen, die Verkabelung; später haben wir mit steigender Erfahrung einfach eine Tasse Tee getrunken und gewartet, bis es wieder ging.

Das extreme QSB machte uns das Leben zusätzlich schwer: Da rief eine starke Station an, die sich deutlich vom Nebel der Anrufer abhob und sofort mit komplettem Rufzeichen ins Log kam, aber beim nächsten Durchgang war die Station kaum noch zu hören. Manchmal war das QSB so schnell, dass einzelne Buchstaben oder sogar Punkte und/oder Striche im QRM verschwanden. Klassisch war das "r", das manchmal als "a" oder "n", gelegentlich auch nur als "t" durchkam. Es gab Situationen speziell mit USA, in denen man das halbe Alphabet durchprobieren musste, bevor man das erlösende "roger" erahnen konnte.

Wir hatten uns von Anfang an die low bands und die WARC Bänder als Schwerpunkt unserer Aktivität vorgenommen. Speziell Ben, aber auch Falk verbrachten nächtelang auf den low bands und rangen den Bändern trotz des gewaltigen Störpegels durch "man made noise" aus unserer dicht besiedelten Umgebung immerhin knapp 700 QSOs auf 160m und knapp 2000 QSOs auf 80m ab. Wir produzierten offensichtlich gute Signale in aller Welt, aber die anrufenden Stationen mussten bei uns schon mindestens mit S7 ankommen, um sie aus dem Störnebel fischen zu können. Wir experimentierten dabei mit einem Dipol, einer K9AY und natürlich der V80 Vertikalantenne. Je nach Lage der Gegenstation und Ausbreitungsbedingungen brachte mal die eine, mal die andere Antenne bessere Hörerfolge. Dementsprechend wurde der RX-Antennenwahlschalter am BCC Preselector bestimmt einige tausend Mal bewegt.

Irgendwie drängte sich uns der Eindruck auf, dass wir es oft mit einer Art "spotlight propagation" zu tun hatten. Da tauchten plötzlich von 10 EU-QSOs sieben mal OM oder OK-Stationen auf, dann kamen drei oder vier Österreicher mit sehr guten Signalen ins Log, dann zehn QSOs in denen die süddeutschen Stationen dominierten, worauf einige Franzosen das Rennen machten. Sehr wenige Engländer, aber relativ viele Belgier. OH kam zu den ungewöhnlichsten Zeiten durch, teilweise mit sehr lauten Signalen und dann natürlich sehr viele Italiener und Sizilianer speziell zu Beginn einer Bandöffnung nach Europa.

Ganz erstaunlich und sehr erfreulich war die hohe Disziplin auch der so viel gescholtenen Europäer. Wenn man deutlich um QRX bat, um z.B. mit einem alten Spezl ein paar persönliche Worte zu wechseln, dann war tatsächlich Ruhe! Unglaublich! Genauso lief das mit den Japanern: Wenn man deutlich "na only" von sich gab, dann rief kein Japaner mehr! Vielleicht sehen wir das ein bisschen zu positiv, denn wir konnten natürlich nur die stärkeren Stationen aufnehmen. Und wenn dann doch einmal einer permanent weiterrief, obwohl in seinem Rufzeichen kein einziger der von uns genannten Buchstaben enthalten war, dann hing das wohl eher mit sprachlichen Problemen als mit Disziplinlosigkeit zusammen. Außerdem störte es nicht, denn meistens verteilten sich die Anrufer über etliche kHz. Alles in allem eine - zumindest für mich; Falk hatte uns schon vorher gesagt, dass das alles Unsinn sei mit der Disziplinlosigkeit -  sehr positive Erfahrung!

Insgesamt brachten wir es auf 26.402 QSOs in den 19 Tagen Betrieb. Wenn es nötig gewesen wäre und - Falk hatte uns gewarnt, einen Internet Anschluss zu installieren - wir nicht doch etliche Stunden im Internet verbracht hätten, um Kommentare zu lesen, Bilder und Logbuchauszüge an Bernd, DF3CB, für seine ufb Webseite zu schicken, wären durchaus auch 30.000 QSOs oder mehr drin gewesen, aber irgendwie war nach dem WWDX-Contest die Luft raus: Anstelle der sonst üblichen 1.600 QSOs pro Tag, flossen in der Woche nach dem Contest nur noch durchschnittlich 760 QSOs pro Tag ins Log.

Der beste Tag war natürlich der erste Tag des WWDX, an dem mehr als 3200 QSOs gelangen. Insgesamt kamen wir auf einen Schnitt von knapp 1.400 QSOs pro Tag, was deutlich mehr war, als die 1.000 QSOs pro Tag, die wir uns vorgenommen hatten.

Rund 70% aller QSOs wurden mit Europa geführt, 17% mit Japan/Korea  und 7% mit Sibirien. Auf Nordamerika entfielen trotz aller Mühe nur knapp 2%.

Rund 20% aller QSOs wurden auf 15m gefahren, gefolgt von 17m mit knapp 15%, 30m mit 13% und 10m mit knapp 12% - und dabei wollten wir ursprünglich gar keine Lizenz für 10m kaufen, weil wir glaubten, dass sich das Band für uns nicht öffnen würde. Als stärkste Betriebsstunden erwiesen sich 8 bis 10 Uhr UTC, in denen meist 10m, 12m und 15m gut liefen, so dass wir beide Stationen einsetzen konnten.

Im WWDX brachten wir es in der M/2 Klasse auf 5.367 QSOs mit knapp 7,26 Millionen Punkten. Das sollte zumindest zum ersten Platz in Nepal reichen...

Roberto, der außerhalb des WWDX unter 9N7CQ arbeitete, fuhr 633 RTTY QSOs auf 20m.

Die Technik funktionierte weitgehend störungsfrei. Ein verbrannter Isolator an der HF6, ein Überschlag von einem Radial der V80 auf den Blitzableiter sowie einige Probleme zwischen dem TS850 und der Endstufe bei SSB-Betrieb speziell auf 12m, die gelegentlich irgendeine Schutzschaltung in der Endstufe ansprechen ließ. Da wir die Endstufe nicht im direkten Blickfeld hatten, merkten wir den Ausstieg der PA oft erst dadurch, dass das pile up plötzlich viel kleiner wurde. Na ja, CW ist halt doch die solidere Betriebsart...

Unser Shack war ein Glücksfall. Ein Penthouse auf dem Flachdach einer 6 Stockwerke hohen Fabrik am höchsten Punkt von Kathmandu. Stabilisierte und gefilterte 220V rund um die Uhr und jede Menge dienstbarer Geister: Jeden Tag wurde das Shack geputzt, wann immer wir wollten gab es Tee, die hunderte von Blumentöpfe auf dem Flachdach wurden für unsere Antennen diskret zur Seite geräumt, und wann immer wir etwas brauchten, stand es in Kürze zur Verfügung: Morgens um 8 Uhr bat ich zum Aufbau der K9AY um einen 6m langen Bambusstab, um 8:20 lag der Stab auf dem Fabrikdach!

Ein herrlicher Blick sowohl aus dem großen Fenster des Shacks als auch vom Flachdach über Kathmandu hinweg bis zu den Himalayas. Das war schon ein Erlebnis an sich. Und dazu tagsüber angenehme 20 bis 25°. Nachts fielen die Temperaturen allerdings bis dicht an den Gefrierpunkt, und ich bedauerte es gar nicht, den dicken Parka zum Schichtwechsel so gegen 2 Uhr morgens über zu streifen.

Gerne hätten wir gewusst, was unsere Umgebung so über uns denkt, wenn wir da in finsterer Nacht durch die Sträßchen vom Hotel zur Fabrik oder umgekehrt gingen. Weit und breit kein Lebewesen außer den frierenden Soldaten, streunenden Hunden und einer heiligen Kuh, die sich um die Abfälle balgten. Aber wie immer in Asien, keine Fragen, nur freundliches Lächeln - und erstaunlicherweise keinerlei Gefühl von Unsicherheit bei uns.

Wir haben den Ausflug nach Nepal genossen. Es war eine Freude zu lesen, wie sich QSO-Partner freuten und überschwänglich bedankten speziell für QSOs auf 160m. Der wohl  berühmteste 160m-Amerikaner, W4ZV, schrieb uns, dass er uns letzte Nacht mit 559 auf 160m gehört hätte. Er hätte uns nicht angerufen, weil ihm klar war, dass er bei unserem Störpegel nicht durchkommen würde. Es wäre für ihn aber ein ganz außergewöhnliches Erlebnis gewesen, das erste mal in seinem Leben Nepal auf 160m zu hören. Ein anderer Amerikaner schrieb uns, er hätte auf die Chance, Nepal auf 160m zu arbeiten, 40 Jahre gewartet; ob er irgendetwas tun könne, uns bei der Bewältigung unserer Störprobleme zu helfen. Ich glaube, der Mann hätte uns auch einige tausend Dollar geschickt, wenn das das Problem gelöst hätte. Leider kam kein einziges USA-QSO auf 160m zustande.

Ein Belgier schrieb uns, dass er uns 50 Stunden lang auf 160m "gejagt" hätte. Jetzt hätte es geklappt und er wäre ein glücklicher Mensch. Ein Spanier verschob seine Dienstreise nach Nordeuropa, um genügend Zeit zu haben, uns auf 160m zu erwischen, was in der zweiten oder dritten Nacht dann auch gelang.

Ein Erlebnis war auch das Zusammenwirken mit den Nepalis. Nie hatten wir das Gefühl, dass wir oder unser Tun mit neidvollen oder gar ablehnenden Blicken bedacht wurden. Ihre hilfsbereite, freundlich-fröhliche und doch zurückhaltende Art hat uns sehr beeindruckt und uns dort wirklich rundherum wohl fühlen lassen. Wir hatten oft das Gefühl, dass die Nepalis trotz ihres kargen Lebens viel zufriedener und positiv denkender waren als die meisten Menschen im Westen mit ihrer angstvollen Unbeweglichkeit, ihren Zweifeln, Sorgen und Zukunftsängsten.

Nepal war wirklich eine Reise wert!

Fotos, Log-Check etc:
www.df3cb.com/9n7bcc

Artikel bei den Nepal-News:
http://www.nepalnews.com.np/ntimes/issue229/hobbies.htm




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