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9A7P - Savudrija Lighthouse 21.06.2004
9A7P-QSL (dh1tw) Ein Jointventure von BCC und WWYC zum CQWW 160m-CW-Contest 2004.

Anfang Dezember erreichte mich die Einladung von Hrle, 9A6XX und Patrik, 9A5AEI zusammen mit Ihnen am CQWW 160m Contest im Januar 2004 teilzunehmen.

Im vergangen Jahr (2003) erreichten sie mit einer verhältnismäßig geringen Ausrüstung den ersten Platz (Multi/Single) in Europa. Da 160m schon immer eines meiner Lieblingsbänder war, fiel die Entscheidung nicht schwer einen Besuch bei meinen kroatischen Freunden mit diesem Contest zu verbinden. Beim großen BCC Treffen in Linden konnte ich Dietmar, DL3DXX zwei Wochen vor dem Contest für die Kroatienreise gewinnen.

Ausgangspunkt der Reise war München, wo wir mit einem, randvoll mit Funkmaterial  (über-)ladenen VW Golf Richtung Balkan losfuhren. Nach guten 6 Stunden Fahrt hatten wir unser erstes Ziel, Ljubljana die Hauptstadt Sloweniens‘ erreicht. In dieser Nacht war Mario, S56A unser Gastgeber. Die Nacht war jedoch kurz, da sich der Besuch der örtlichen Clubstation (S51SLO) stark in die Länge zog. Neben der Geburtstagsfeier eines Mitglieds bekamen wir noch eine ausführliche Führung durch das Feuerwehrhaus in welchem die Clubstation untergebracht ist. Am frühen Freitagmorgen ging es von Ljubljana aus weiter zu unserem Ziel, dem Leuchtturm von Savudrija. Savudrija ist ein Dorf, welches ca. 30 km hinter der kroatisch, slowenischen Grenze liegt. Der 1818 erbaute und etwas außerhalb liegende Leuchtturm ist nicht nur der westlichste Punkt Kroatiens sondern auch der älteste Leuchtturm der Adria.

Dementsprechend war leider auch noch die Wärme– und Isolationstechnik im Leuchtturm und in den benachbarten Gebäuden. Obwohl wir fast 800km südlicher von Deutschland waren bekamen wir auch dort noch den Winter mit seiner Kälte gut zu spüren.

Kurz nach unserer Ankunft trafen auch die kroatischen Funkfreunde Hrle 9A6XX, Patrik 9A5AEI und David, 9A6NDX ein. Zusammen wurde gleich mit dem Aufbau der Station und der Antennen begonnen. Die Hauptantenne war eine Fullsize Vertikal, welche leicht schräg abfallend vom 36m hohen Leuchtturm Richtung Erde gespannt wurde. Als Gegengewicht diente lediglich der schon halb verrostete Gartenzaun des Anwesens. Zusätzlich wurden ein Inverted-V Dipol und zwei Beverages aufgebaut.

Im Shack kam die bewährte Kombination von TS850 und Alpha91b zum Einsatz. Einer der PCs stellte sich als unbrauchbar heraus, da er mit dem Spannungsabfall beim Senden auf ca. 200V nicht zurecht kam. Auch mit der Packet-Radio Verbindung ins DX-Cluster hatten wir von Anfang an unsere Probleme. Nichtsdestotrotz war die Station 10 Minuten vor Contestbeginn fertig und es konnte losgelegt werden. In der ersten Nacht ging es leider nur sehr schleppend voran. Neben den üblichen zermürbenden Frequenzkämpfen und wenig DX, standen am Samstagmorgen ein bisschen mehr als 500 QSOs mit 46 US Stationen im Log. Auch die beiden Beverages (jeweils eine nach 45° und 310°) wollten einfach nicht funktionieren. Der Inverted-V Dipol stellte sich bei 98% aller Verbindungen als die schlechtere Antenne heraus. Lediglich beim Sonnenuntergang konnten einige wenige UA6 Stationen auf dem Dipol besser aufgenommen werden. Auch in den Beverages saß der Wurm. Sie lieferten unbrauchbar kleine Empfangspegel. Trotz intensiver Überprüfung konnte der Fehler nicht gefunden werden.

So ging es dann mit der Vertikal als einzig gut funktionierende Antennen in die zweiten Nacht. Hier lief es erfreulicher Weise besser als in der Nacht zuvor. Obwohl es nur eine japanische Station ins Log schaffte, wurden wir von DX-Schmankerln wie 9V oder VR2 angerufen. Der Sonntagmorgen belohnte uns mit einer tollen Nord Amerika Öffnung. Hierbei kamen mehr als 100 weitere US-Stationen ins Log.

Der Sonntag verlief dann wie üblich sehr zäh. Es waren alle Stationen gearbeitet  und nur selten rief noch eine neue Station rein. Am Ende des Contests standen 1350 QSOs und 75 DXCCs im Logbuch, was in Summe 880.000 Punkte ergab. Nachdem Dietmar kurz nach dem Contest noch einige WABCC Hunter als 9A/DL3DXX in SSB (!) glücklich machte, begann der Rest von uns mit dem gemütlichen Teil der Aktivität.

Am Montagmorgen wurde nach einer kurzen Nacht das Shack wieder zerlegt, die Antennen abgebaut und komplett verladen. Nach einem Cappuccino im nahe gelegenen Dorf hieß es dann Abschied nehmen.

Mit einem Zwischenstopp in Ljubljana, wo wir Mario, S56A zu Hause absetzten, kamen wir 8 Stunden später in München, dem Ausgangspunkt unserer „Balkanreise“ wieder an.

Zusammenfassend bleibt nur zu sagen, dass dieses Wochenende ein voller Erfolg war. Es konnten nicht nur fast 900.000 Punkte für den BCC erarbeitet werden, es war auch der Beginn einer Freundschaft, auf der in naher Zukunft sicherlich noch mehrere gegenseitige Besuche folgen werden.

 

 


Artikel mit Diashow!  9A7P 2004




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