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DL2NBU im CQWWSSB 2000 26.03.2006
DL2NBU (dl2nbu) Nachdem in Siegenburg 2 Wochen vor dem Contestwochenende nach fast einjähriger Abstinenz ganz unerwartet der Strom wieder da war, hat mich Ben, DL6RAI, von der geplanten Low Power-Aktivität zu einer Teilnahme in der High Power-Klasse "überzeugt". Nachdem auch grad alle kaputten Antennen repariert waren, sowie einige langwierigen Bauprojekte abgeschlossen waren, war die Station endlich mal wieder in einem Topzustand (mal schauen, wie lange der sich hält...).

Ein Studium der DL-Rekorde ergab, dass der Rekord bei Single Op Allband bei 4,7 Mio lag...von DK3GI aus dem Jahre 1982!!! (hat eigentlich im letzten Sonnenfleckenmaximum kein DL in SSB so richtig ernsthaft mitgemacht? Naja, die waren damals wohl alle in LX und HB0, hi...). Mit Martin, DL4NAC, der auch SOA machen wollte, war ich mir einig, dass sich so um die 6 Mio Punkte von DL aus erreichen lassen sollten, gleich gute Conds wie letztes Jahr vorausgesetzt.
Da in Siegenburg quasi alles vorhanden war, war auch nichts grossartig vorzubereiten. Da dort das Stationslayout fuer Multi/Single ausgelegt ist und ich daran nichts aendern wollte, habe ich 2 Stationen aufgebaut: Eine Station für 10-40m und eine zweite fuer 80/160m. Da die beiden Stationen räumlich zu weit auseinander sind, und weil alle bisherigen Versuche mit SO2R in einem mehr oder weniger grossen Fiasko endeten, wurde auf SO2R von Anfang an verzichtet.
Am Freitag abend habe ich dann die beiden Stationen aufgebaut und getestet, es gab keinerlei Probleme. Ich konnte es mir sogar noch leisten, mich fuer 3h bis zum Contestbeginn aufs Ohr zu hauen. Nachdem ich mich zu Contestbeginn auf 20m, 80m und 160m aufgehalten habe, war Murphy der Meinung, dass er mit mir ein 40m-QSO fahren will: Schon beim Abstimmen der PA auf 40m war klar, dass ordentlich HF-Einstrahlung vorhanden war, und zwar bei Leistungen >300 W. Warum? Schliesslich hatte ich doch vorher alles getestet! Erste Forschungen ergaben, dass der Effekt nur dann auftrat, wenn die Antenne in westliche Richtungen stand. Den Test hatte ich natuerlich mit Antennenrichtung Nordost durchgefuehrt...Die für diesen Notfall eingepackten Klappferrite zur Entstoerung erwiesen sich dann nach laengerem Suchen dann doch nicht als eingepackt, ich hatte nur 2 an der Station gefunden. In meiner Not habe ich dann das Original Kenwood-Handmikrofon angeschlossen, und siehe da, die Modulation war jetzt OK. Nun gab es nur noch das Problem mit der Einstrahlung in den Rechner. Es reichte ein kurzer Pfiff ins Mikrofon, um die Tastatur so aufzuhaengen, dass nur noch ein Reset den Rechner wieder zum Leben erweckte. Ich weiss zwar
nicht, warum ich auf die Idee kam, das Radio-Interface vom Rechner abzuziehen, aber es war jedenfalls die Loesung: Die Einstrahlprobleme waren beseitigt. Damit war klar, dass ich bei 40m-Betrieb notgedrungen das Handmikro und bei QSY dann wieder die Sprechgarnitur nutzen konnte. Wie sich hinterher herausstellte, war das das einzige Einstrahlproblem, am Ende zeigten beide Rechner den identischen Score an, es ging kein einziges QSO im Netzwerk verloren.
Durch diesen kleinen Zwischenfall hatte ich eine halbe Stunde verloren, und habe deshalb mit einer ordentlichen Portion Wut im Bauch weitergemacht. Die Stimmung besserte sich erst, als ich gegen 0700z DL4NAC gearbeitet habe und ein erster Austausch unserer Scores ergab 598 QSOs zu 594 QSOs. Damit hatte ich diesen Ausfall wieder aufgeholt. Die Bedingungen waren am Samstag phantastisch, man konnte auf den Highbands ordentliche Raten mit JA und USA fahren. Am Abend jedoch, als die Highbands zugingen, ging das Gestochere auf den Lowbands los. Man fand keinen Platz zum CQ-Rufen und die QSO-Rate ging in den Keller. Wie schoen ist doch CW!
Der erste Tag wurde mit 2260 QSOs und 2,8 Mio Punkte beendet. Bis 2100z lag ich ziemlich genau im Plan. Danach haben dann die für den SSB-Lowband-Betrieb fehlenden Nerven des Operators ihre Spuren hinterlassen und die Zielvorgabe wurde verlassen. Genervt vom Lowbandbetrieb habe mich ich dann in die "Praesidentensuite" (so heisst in Insiderkreisen das Siegenburger Schlafgemach) zurueckgezogen und die geplante Pause von 1,5 h gemacht. Nachdem diese Pause in frueheren Contesten des oefteren wegen zu geringer Geraeuschentwicklung des Weckers deutlich laenger gedauert hat (die Triggerschwelle liegt nach 24h SSB-Contest einfach höher), hatte ich mir extra einen schoenen grossen Wecker aus Oma's Zeiten besorgt. Diese Investition machte sich auch bezahlt: Ich bin tatsaechlich zur gewuenschten Zeit aufgewacht! Einige Minuten spaeter ist mir Martin, DL4NAC, wieder ueber den Weg gelaufen. Ein erneuter Vergleich unserer Scores ergab, dass ich etwa 200k Punkte vorne lag. Er hatte das Pech, dass er sich 2 Stunden mit einem nicht drehenden Rotor beschäftigt hatte. Scheinbar hatte es Murphy in Niederbayern nicht mehr gefallen und er war nach Franken weitergezogen.

Am Sonntag gings dann leider nicht mehr so gut wie am Samstag. Es kamen keine richtigen Raten mehr zustande. Die meiste Zeit habe ich mit S&P verbracht. Das kam aber wenigstens meinem Multiplikatorstand zugute, da ich am ersten Tag versucht hatte, die QSO-Zahl so weit wie moeglich hoch zu halten und mich nur dann um Multiplikatoren gekuemmert hatte, wenn man keine QSO-Serien fahren konnte. Die Bedingungen Richtung USA auf 10m liessen schon um 1500z deutlich nach, 2h frueher als am Samstag. Die Folge war, dass sich damit alles auf 15m und 20m draengte und das QRM hoellisch war. Nach einer Stunde 15m/20m mit nur 60 QSOs habe ich dann nochmal 10m versucht. Die Conds waren interessant. Das Band war gerade um Haaresbreite offen. Es kam 2 Minuten lang auf CQ-Rufe gar nichts, dann konnte man wieder 5 Stationen am Stück arbeiten, die alle hauchduenn ueber dem Rauschen zu hoeren waren. Daraus entwickelte sich dann eine QSO-Rate von 70 QSOs/h, die ueber eineinhalb Stunden anhielt. Um 1741 war dann aber endgueltig Schluss auf 10m. Danach gings dann auf 15m und 20m weiter. Um 2114 war dann auch auf 20m nichts mehr zu holen, und ich habe mich notgedrungen wieder auf 40m begeben. Dort ist mir beim S&P-Betrieb der GD6IA ueber den Weg gelaufen, endlich wieder ein Multi auf 40m! Während es auf allen Bändern hinsichtlich Multis recht zufriedenstellend aussah, haben auf 40m noch 9 Zonen und 19 Länder gegenüber dem Plan gefehlt. Kein Wunder, ich hatte ja (ausser Richtung USA) dort nie CQ gerufen...Danach ging's dann nochmal auf 20m, um ein paar Suedamerikaner zu arbeiten. Kurz vor 2200z gings dann wieder auf 40m. Vielleicht findet sich ja noch ein Multi. Tatsächlich, die erste Station, die ich höre, ist 9M8R, mit einem Wahnsinnssignal. Es finden noch ein paar laute Japaner den Weg ins Log, und dann steht der RX auf der 7081. Und ich glaube, ich höre nicht richtig, denn ich höre - NICHTS. Eine FREIE Frequenz auf 40m! Jetzt oder nie, dachte ich, das ist deine Chance. Nach einer Minute ruft mit EX9A ein neuer Multi an, eine Minute später ist mit HS0AC sogar ein Doppelmulti im Log. 2 Minuten danach ruft DU9RG an. Dazwischen jede Menge UA9'er. Nachdem natürlich auch noch Zone 19 fehlt, drehe ich die Antenne weiter nach Norden. Beim nächsten CQ-Ruf kam zwar leider nicht der UA0JQ, aber dafür mit JW5E ein weiterer Doppelmulti. Es scheint so, als ob alle auf mich gewartet hätten, hi. Das F/B-Verhältnis vom 40m-Beam ist wohl mäßig, denn trotz Beamrichtung Ost rufen einige VE's an. Da fällt mir ein, dass man die Beverage ja sicher auch auf 40m gut einsetzen kann. Also schraube ich sie von der 80/160m-Station an die Highbandstation. Und damit gings dann trotz des inzwischen angestiegenen QRMs wie am Schnürchen, schliesslich ist eine Beverage viel schneller umgeschaltet als ein 40m-Beam gedreht. Folgende weitere Multis rufen an:CX8CP, KP4KE, IS0IGV, E30TA, 4Z5FE, GI4SIZ, 9V1YC, V47KP, KL7RA, MU0FAL. Nicht schlecht für die letzten eineinhalb Stunden des Contests...Damit hat sich die Multiplikatorsituation auf 40m doch deutlich verbessert. Am Contestende fehlen nur noch 2 Zonen und 3 Länder im Vergleich zur Vorgabe. 10 Minuten vor Contestende kam dann ein ungeduldiger Hinweis "Listen Up". Also nochmal schnell ein Hörfrequenz im USA-Band gesucht, und siehe da, es entsteht sofort ein richtiges Pileup. Da haben wohl schon einige Amis länger zugehört und darauf gewartet, dass ich oben höre. Leider ist der Contest einige Minuten später zu Ende, das Pileup wäre wohl noch für weitere QSOs gut gewesen...Naja, man kann nicht alles haben und ich konnte mehr als zufrieden mit den letzten 2h auf 40m sein.

Wen's interessiert, ich habe den Soll-Ist-Vergleich für QSO's und Score als PDF-Datei an diese Mail angehängt. Grundlage für die  Score-Soll-Kurve war das WWDX-Log 1999 von DL4NAC. Martin war dort die ersten 31h QRV, bevor er wegen technischen Problemen aufgeben mußte. Von 31h an wurde die Kurve einfach linear extrapoliert. Wie die Ist-Kurve zeigt, ist eine lineare Extrapolation durchaus zulässig, nur haben wir uns in der Steigung "vergriffen". Bei den QSOs habe ich mir eine eigene Planung für die 48h gemacht, mit dem Endziel 4000 QSOs. Man kann gut sehen, dass ich am ersten Tag bis zum Abend recht gut im Plan war. Ab 2100z wurde dann die Sollkurve verlassen. Ich hatte nach dem Contest die WWV-Werte abgerufen: Der A-Wert war am Samstag bis 18 Uhr niedrig (4). Um 21 Uhr stieg er auf 12 an, um dann im weiteren Verlauf noch weiter zu steigen. Vermutlich war ich nicht der einzig Schuldige, dass es nicht
mit den 6 Mio. geklappt hat. Ein bisschen was hat wohl die Ionosphaere auch dazu beigetragen. Darum bin ich alles in allem mit dem Ergebnis zufrieden, obwohl das Ziel verfehlt wurde und der Score sicher hätte besser ausfallen können, wenn man den einen oder anderen Fehler weniger gemacht hätte. Aber somit gibt es ja noch "room for improvement". Das Ergebnis von DL4NAC kenne ich, jetzt bin ich gespannt, wie die weitere Konkurrenz abgeschnitten hat.

vy 73s de Peter, DL2NBU

P.S: CW - Contest ist viiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiel schöner!!

      Call: DL2NBU                   Country:  Fed. Rep. of Germany
      Mode: SSB                      Category: Single Operator
      Operating Time: 46h

      BAND     QSO   QSO PTS  PTS/QSO   ZONES COUNTRIES

      160       96      101     1.05      6      41
       80      202      263     1.30     10      53
       40      442      826     1.87     23      82
       20      728     1645     2.26     35     114
       15     1132     2707     2.39     37     113
       10     1068     2581     2.42     35     112
     ---------------------------------------------------

     Totals   3668     8123     2.21    146     515  =>  5,369,303

Equipment Description:
10m-40m: TS850 & homebrew PA
Antennas: 40m: 40-2CD
          20m: 4 El. Monobander (homebrew) @ 24m, KT34XA @ 21m
          15m: 5 El. Monobander (homebrew) @ 24m, KT34XA @ 21m
          10m: KT34XA @ 21m

80m-160m: TS-850 & Alpha 91b
Antennas: 80m:  21m high vertical, vertical polarized delta loop
          160m: 21m high vertical, inv L
          2-wire beverages (3x170m, 1x250m) providing 8 listening directions

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Dateiname : CQWW2000: zeitliche Auswertung
Dateigröße : 28,82 KBytes.
Datum : 26.03.2006 21:13
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Dateiname : CQWW2000: Planung und Soll-Ist-Vergleich
Dateigröße : 9,01 KBytes.
Datum : 26.03.2006 21:13
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